Reinbek

Das kirchliche Leben in Reinbek begann bereits 1227, als an der Bille das Maria-Magdalenen-Kloster gegründet wurde. Nach der Reformation wurde das Kloster 1528 geschlossen. Erstes katholisches Leben wuchs erst 1883 wieder, als der Kaufmann Adolf Schramm den katholischen Schwestern von der Hl. Elisabeth ein Erholungshaus an der Bille zur Verfügung stellte, aus dem später das Krankenhaus St. Adolf-Stift entstand. Im Jahr 1909 wurde der Missionsbezirk Reinbek eigenständig. Mittelpunkt des kirchlichen Lebens war das Provinzialhaus der Schwestern mit ihrer Kapelle.

Im Jahre 1932 wurde in Reinbek ein Grundstück für eine eigene Kirche erworben. Der Bau der Kirche konnte aber erst 1953 in die Tat umgesetzt werden. Bereits im Dezember 1953 wurde die Kirche nach einer nur halbjährigen Bauzeit geweiht, allerdings noch ohne Orgel und mit einfachen Glasfenstern. Man hätte die Kirche gern „Maria Magdalena“ genannt, nach dem Kloster der Zisterzienserinnen, aber diesen Namen trug bereits die evangelische Kirche. So entschied man sich für „Herz Jesu“. Der Name symbolisiert die besondere Liebe, Nähe und Wärme des Sohnes Gottes zu uns Menschen, der für uns am Kreuz gestorben ist und sein Herz von dem Soldaten hat durchbohren lassen.

Ein Gemeindehaus entstand dann 1955; es wurde 1984 teilweise abgerissen und durch ein größeres ersetzt. 1995 wurde neben der Kirche eine Seniorenwohnungsanlage in Betrieb genommen und mit dem Bau des Kindergartens begonnen, der heute 50 Kinder im Alter von 1-6 Jahren betreut.

Im Laufe der Jahre hat sich ein lebendiges und vielfältiges Gemeindeleben entwickelt. Von der Kinderkirche für die Kleinsten über Erstkommunions- und Firmkreise, Zeltlager für Jugendliche, Alpha-Glaubenskurse, bis zu Seniorennachmittagen wird einiges geboten. Mit der Unterstützung durch den Ortspastoralrat der Gemeinde finden neben Gemeindefesten zahlreiche Veranstaltungen statt, wie zum Beispiel ein jährlicher Gospelworkshop sowie Ausflüge, Konzerte, Filmabende, etc. unter dem Motto: „Miteinander in Kontakt kommen“. Vielen verschiedenen regelmäßig zusammenkommenden Gruppen bietet die Gemeinde ein Zuhause, nicht nur den Messdienern und Lektoren, sondern auch Gesprächs-, Lese- und Freizeit-Gruppen.

Auch nach außen ist die Gemeinde recht aktiv: Zum Bereich der Gemeinde gehören ca. 10 Alten- und Pflegeheime; in vielen wird regelmäßig eine Wortgottesfeier angeboten. Besonders unterstützt werden auch der ambulante Hospizdienst und das Trauercafe in Reinbek. Es besteht außerdem eine enge Zusammenarbeit mit dem Kloster der Schwestern der Hl. Elisabeth, u.a. zur Unterstützung eines Krankenhausbaus in Maganzo (Tansania).

Die Herz-Jesu-Kirche und der Kindergarten „Arche Noah“ finden Sie hier in Reinbek: